Das Imkerjahr

  • September

Die Entwicklung des Bienenvolks ist rückläufig und die Bienen bereiten sich auf den Winter vor.
Ritzen und Spalten im Stock werden mit Propolis zugekittet und die Drohnenschlacht beginnt. Dabei werden alle männlichen Bienen aus dem Stock getrieben und sterben.
Die Winterbienen werden angelegt; Im Sommer lebt eine Biene ca. 6 Wochen. Im Winter beträgt die Lebenserwartung einer Biene 6 Monate.
Der Imker hat die Aufgabe, den Varroabefall im Auge zu halten und die Völker mit Ameisensäure gegen die Varroa-Milbe zu behandeln und die Winterfütterung abzuschließen.

  • Oktober

Die Futtergabe sollte langsam beendet sein und die Beuten sollten
(je nach Volksstärke) mit 15 – 25 kg Futter versorgt sein.
Die Fluglöcher werden mit Mäuseschutzgittern versehen und je nach Lage und Beutentyp können Vogelnetze gegen Spechte über die Beuten gespannt werden.
Die Varroa-Entwicklung muss weiter beobachtet werden.

Zu Hause beginnt die Zeit, Zargen und Rähmchen zu reinigen, zu reparieren und sich Gedanken über neue Anschaffungen für das kommende Bienenjahr zu machen.

  • November

Das Wetter wird weiter beobachtet. Mittelwände in die leeren Rähmchen eingelötet und gute Vorsätze für das neue Jahr festgelegt.

  • Dezember

Im Dezember steht die wichtige Oxalsäurebehandlung an. Diese Behandlung senkt den Varroa-Befall auf ein sehr niedriges Niveau herab und sorgt für einen gesunden Start ins nächste Frühjahr.
Bei der Behandlung werden die Bienen mit einer warmen Zuckerlösung und 3,5% Oxalsäuredihydrat beträufelt.
Diese „Kleesäure“ lässt einen Großteil der auf den Bienen befindlichen Milben sterben und den Milbendruck deutlich sinken.

  • Januar

Die Beuten und Fluglöcher werden bei Bedarf von Schnee befreit und die Bienen in Ruhe gelassen.
Die Futterversorgung sollte bei warmer Witterung geprüft werden.

  • Februar

Die ersten warmen Tage im Februar erlauben es, die Völker auf ihren Zustand zu prüfen.
Ein „Anklopfen“ sollte durch ein deutlichen Aufbrausen des Volkes beantwortet werden.
Durch Wiegen oder Anheben der Beute kann man die Futterversorgung abschätzen und bei über 15 Grad kann man sogar einen Blick in die Beute werfen.
Bei Futtermangel kann Zuckerteig in die Nähe der Wintertraube gelegt werden, um die Futterversorgung aufrecht zu erhalten.

  • März

An warmen Märztagen kann der Totenfall aus den Völkern entfernt werden.
Das Mäusegitter wird abgenommen und das Flugloch wieder vergrößert.
Die alten Waben und die alten Futterwaben werden aus der Beute entfernt, da nun frischer Nektar und frische Pollen eingetragen werden.
Die alten, dunklen Waben werden eingeschmolzen und durch frische Mittelwände oder ausgebaute Waben aus dem Bestand erstetzt.

  • April

Das Imkerjahr ist im vollem Gange. Die Kirschblüte beginnt und die Honigräume werden auf die Völker aufgesetzt.
Getrennt durch ein Absperrgitter bleibt die Königin im Brutraum und der Honig bleibt im Honigraum.
-> Ideale Voraussetzungen für eine saubere Honigernte.