Besuch von 3 Nachwuchsimkern

Am 11.05.24 hatte ich Besuch von drei tapferen Nachwuchs-Imkern.

Leider hat es zwei Stiche gegeben, noch bevor die Völker überhaupt geöffnet waren.

Trotzdem haben die drei sich später noch an die Waben getraut, die Damen bei der Arbeit beobachtet und die Königin gefunden.

👏🏻👍🏻

Alle Achtung.

Der erste Ableger

Etwas früher als gewohnt habe ich 2024 den ersten Sammelbrutableger gebildet.
Die fünf Völker haben sich gut entwickelt und ich konnte insgesamt 4 volle Brutwaben mit ansitzenden Bienen und Bienen aus dem Honigraum zu einem neuen Volk zusammenlegen.

Nach der Regel „3-5-8, die Königin ist gemacht“ sollte ich Ende April / Anfang Mai eine begattete Königin im Volk finden.

3 Tage Ei / 5 Tage offene Larve und 8 Tage verdeckelte Larve bis zum Schlupf der neuen Königin.
Dann werden noch einige Tage und etwas Glück für den Begattungsflug benötigt, bis die Königin schließlich in Ei-Ablage geht und das Volk ausbaut.

Unverdeckelte Weiselzelle 002.jpg
Von Maja Dumat – https://www.flickr.com/photos/blumenbiene/4592520382/, CC BY 2.0, Link

15.05.2024 – Update
Was für eine bescheuerte Idee.
Der Ableger musste 3 Wochen Regen, Frost und Sturm über sich ergehen lassen. Die Hoffnung, dass dieser Ableger funktioniert war dahin und auch bei der Durchsicht Anfang Mai habe ich keine Stifte, Brut oder Larven gefunden.
Nach der Weiselprobe und einer weiteren Woche habe ich dann aber doch eine Königin in Ei-Lage im Volk gefunden.
Dieses Volk hat sich gut entwickelt und ist definitiv mein frühster, erfolgreich gebildeter Ableger.

Saisonstart 2024

Schon im Februar hat es die ersten warmen Tage gegeben, die es mir erlaubt haben, nach dem Rechten zu sehen.

Von meinen sechs Bienenvölkern haben fünf Völker den Winter gut überstanden.
Das 6. Volk hat bereits Weihnachten 2023 nicht mehr erlebt. Die Gründe dafür können wie immer vielfältig sein.
Um die genauen Gründe zu ermitteln müsste ich eine Laboranalyse in Auftrag geben.
Wahrscheinlich hat die Varroamilbe zugeschlagen.

Ich habe das Volk bienendicht verschlossen und danach abgeräumt.
Im Dampfwachsschmelzer wurden die Waben zu Trester und Wachs verarbeitet.
Die Futterwaben habe ich zur Sicherheit ebenfalls eingeschmolzen.

Die Auswinterung ist bei mir abgeschlossen:
Dazu habe ich die Völker „umsortiert“ und die leeren Futterwaben und die alten Waben entfernt.

Der Brutraum wurde in die Mitte der unteren Zarge gelegt und die Völker auf eine Zarge „gedrückt“.

Mittlerweile sind die ersten Absperrgitter und Honigräume aufgesetzt.

Endlich geht es wieder los…

Ups, I did it again

Die Zentrale Honigbewertung 2023 des Landesverbands Westfälischer und Lippischer Imker e.V. hat stattgefunden und es wurden 1.254 Honiglose bewertet.

Aus dem Märkischen Kreis wurden dabei 40 Lose eingereicht.

Der Honig wird dabei entsprechend des Prüfschemas des Deutschen Imkerbundes hinsichtlich der Aufmachung, der Sauberkeit, der Konsistenz, dem Geruch und dem Geschmack beurteilt sowie das Gewicht und der Wassergehalt bestimmt.

Alle eingereichten Lose wurden in diesem Jahr auch einer Rückstandsanalyse (Pestizide) unterzogen.

Ich bin sehr stolz, auch in diesem Jahr wieder eine „Gold“ Auszeichnung erhalten zu haben.

Ausverkauft

Und schon wieder ging es viel zu schnell vorbei.
Der Honig 2023 ist ausverkauft und es dauert bis Ende April / Anfang Mai 2024 bis ich wieder flüssig bin.

Danke, dass ihr mir die Treue haltet und Danke für Eure Geduld.

Amerikanische Faulbrut

Das sind nicht die dicken Kinder aus den USA.
Bei der AFB handelt es sich um eine bakterielle Krankheit der Honigbienen. Die sporenbildenden Bakterien (Paenibacillaceae) greifen in erster Linie die Bienenbrut an.
Nach dem Tod der Larve wird diese von den Bakterien zu einer brauen und schleimigen Substanz zersetzt.

Die Ansteckung erfolgt über kontaminierten Honig der von den Bienen in das Volk eingetragen wird.

Diesen finden die Bienen z.B. in ungespülten Honiggläsern im Glaskontainer oder durch Räuberei in schwachen Völkern.

Die Krankheit ist anzeigepflichtig und die Imker tun gut daran, ihre Völker auf die AFB untersuchen zu lassen.

Ich habe die Untersuchung vornehmen lassen und habe positiverweise ein negatives Ergebnis erhalten:

Sommertracht 2023

Die Ernte 2023 ist wie erwartet schwach ausgefallen.
Ich konnte am 29.07. eine Sommertracht von 85 kg aus den Waben befreien.
Das ist für 6 Völker erschreckend wenig.

Von den 80 kg habe ich ca. 50 kg in flüssiger Form abgefüllt und ca. 35 kg werden von mir cremig gerührt.

Da aber in diesem Jahr alle Königinnen ersetzt sind und die Völker sich zum Schluss gut entwickelt haben, rechne ich in 2024 mit einem deutlich höherem Ertrag.

Fehler passieren…

Das Jahr 2023 hat für meine Imkerei schlecht begonnen und ist schlecht weitergegangen.

Zunächst war es viel zu lange nass und kalt um dann direkt in eine lange Trockenphase überzugehen.
Die Frühtracht-Ernte ist damit bei mir komplett ausgefallen.

Dazu kommt mein Fehler, alte und unproduktive Königinnen nicht ersetzt zu haben.

In Kombination führte das zu schwachen Völkern, die gerade überleben konnten aber nicht genug Bienenmasse hatten um die Honigräume auszubauen und zu befüllen.

Auch die Ablegerbildung hat nicht so geklappt, wie ich es mir gewünscht hätte. Die geschlüpften Königinnen haben es vom Begattungsflug nicht zurück geschafft.
Nur ein Ableger hat sich gut entwickelt.

Schlussendlich musste ich 5 neue, begattete Königinnen kaufen.

Die Völker haben überlebt und sind wieder voller gesunder Brut.

Ich konnte einen Schwarm einfangen und habe nun wieder 6 weiselrichtige Völker.

Nur leider ist Honig in diesem Jahr Mangelware.

Mit Glück wird die Sommertracht noch ca. 50 kg Honig bringen.

Fake News

Leider habe ich falsche Nachrichten verbreitet. Der Frühling ist noch immer sau kalt und
läßt weiter auf sich warten.

Frost auf den Autoscheiben, Frost auf den Frühblühern. 2°C Außentemperatur.
Das alles setzt den Bienen zu und führt zu hohem Futterverbrauch.